Rückblick Workshop: „AR / VR-Technologien – Beispiele der GALA Partner“

Am 26.11.2021 fand der von der FOM Hochschule organisierte Workshop zum Thema „AR / VR-Technologien – Beispiele der GALA Partner“ statt.

Ziel des Termins war es, die Möglichkeiten von Augmented und Virtual Reality Technologien in den Kontexten der Gesundheitsbranche sowie in Produktionsprozessen zu präsentieren, um dann anschließend mit den GALA-Verbundpartnern zu eruieren, inwiefern diese Technologien innerhalb des GALA-Projektes Anwendung finden könnten.

Dazu wurden die GALA-Verbundpartner sowie regionale und externe Technologiepartner aus dem Bereich Augmented und Virtual Reality in das Technologiezentrum Aachen eingeladen.

Nach der Begrüßung durch Dr. Helga Unger und Prof. Dr. Thomas Mühlbradt von der FOM Hochschule folgten die Impulse der Technologiepartner:

  • Den Anfang machte Michelle Schmidt vom AIXTRA – Kompetenzzentrum für Training und Patientensicherheit des Uniklinikums Aachen. Sie stellte die virtuelle OP-Tour vor, die sich Patient*innen mit Hilfe einer VR-Brille anschauen können, um mit perioperativen Ängsten – die Angst, die man als Patient*in vor einer OP spürt – besser umgehen zu können. Bei dieser Tour sieht der/die Patient*in aus Dritter-Person-Perspektive dem Ablauf zu, wie ein anderer Patient die OP-Vorbereitung durchläuft – also etwa Arzt-Patient-Gespräch, die Fahrt zum OP-Saal und die Narkosevorbereitung. Diese Abfolge vorab zu sehen, kann die Unsicherheit des Patienten reduzieren.
  • Danach stellte Silke Thiem vom Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen Augmented Reality in der gewerblich-technischen Berufsausbildung vor. Mit dem so genannten FeDiNAR-System (Fehler Didaktisch Nutzbar Machen mit Augmented Reality) wird ein Lernen aus Fehlern in der Berufsausbildung angestrebt. Mittels eines AR-gestützten Lernsystems werden die Handlungen des Lernenden erfasst, deren Konsequenzen simuliert und dem Lernenden wiederum in AR visualisiert – er lernt also aus Fehlern, ohne dass es in der realen Werkstatt zu Schäden kommt.
  • Darauf folgte Johannes Schenk vom Institute of Management & Information Systems (mis) der FOM Hochschule mit dem Thema „Wissensgenerierung und –transfer im virtuellen Raum – ausgewählte Beispiele aus der Pharmaindustrie“. Er erläuterte unter anderem, wie etwa ein virtuell gestalteter Reinraum dem Externalisieren von Wissen dienen kann, sodass eine bestimmte Reihenfolge von Prozessschritten erlernt wird, noch bevor der Mitarbeiter den realen Reinraum betritt.
  • Den Abschluss machten Florian Jansen und Maris Preußer von der Oculavis GmbH mit dem Thema „Remote Support und Augmented Reality im Maschinen- und Anlagenbau“. Sie zeigten auf, dass bei der Instandhaltung oder Reparatur von Maschinen und Anlagen ein AR-Viewer eingesetzt werden kann. Mit dessen Hilfe werden die Maschinenbauteile quasi „durchleuchtet“, um dann virtuell – etwa auf einem Tablet – aufzuzeigen, welche Schritte zur Wartung oder Instandsetzung vorzunehmen sind. Auf diese Weise kann der AR-Viewer Produktionsausfällen zügig entgegenwirken, da das Personal vor Ort diese Arbeiten durchführen kann und kein Experte von weit her hinzugezogen werden muss.

Anschließend fanden alle Workshopteilnehmer*innen die Gelegenheit, die von den Technologiepartnern mitgebrachten AR- und VR-Technologien quasi am „eigenen Leib“ unter fachkundiger Begleitung auszuprobieren.

Florian Schuldt und Katharina Körber (links & mitte) werden von Johannes Schenk (rechts) durch ein virtuelles Krankenhaus geführt.

Ralph Wittenmeier von der Lebenshilfe Aachen testet das FeDiNAR-System.

 

Bilder: © Region Aachen / Diana Mowat

In einer anschließenden Diskussionsrunde ergründeten die Teilnehmer*innen mögliche Einsatzgebiete der vorgestellten AR- und VR-Technologien, insbesondere im vom GALA-Projekt fokussierten Gebiet der Gesundheitsbranche. Dabei  wurden vielfältige Einsatzmöglichkeiten gesehen. Die Teilnehmer*innen unterstrichen jedoch auch die Wichtigkeit einer kriterienbasierten Auswahl solcher Technologien, um größtmögliche Erfolge zu erzielen. An dieser Stelle wird das vom BMBF geförderte GALA-Projekt weiter ansetzen.

GALA-Verbundprojekt: 2. Konsortialtreffen am FIR e. V. an der RWTH Aachen erfolgreich absolviert

Innovatives Lernen und Arbeiten in der Gesundheitsregion Aachen strukturieren und stärken

Am 25. & 26. Oktober 2021 trafen sich anlässlich des 2. Konsortialtreffens alle Partner des GALA-Verbundprojekts. Seit dem letzten Verbundtreffen haben die Partner an Workshops teilgenommen, ein Self-Assessment anhand der vier GALA-Leitthemen „Mensch-Maschine-Interaktion“, „Gesundes Arbeiten“, „Digitale Kollaboration“ und „Agilität/Innovation“ durchgeführt sowie ihre (Pilot-)Projekte weiterentwickelt. Im Vordergrund dieses Treffens stand der Austausch über die Ergebnisse sowie die Generierung der nächsten gemeinsamen Ziele.

Durch die Erkenntnisse des Self-Assessment-Tools konnten die Partner voneinander profitieren und einen großen Ideenpool innovativer Ansätze entwickeln, wie das Lernen und Arbeiten in den unterschiedlichen Institutionen der Gesundheitsbranche optimiert werden kann. Durch das Tool wurden Entwicklungspotentiale sichtbar, um den künftigen Herausforderungen, wie z.B. der Digitalisierung, handlungsfähig begegnen zu können. Als wichtigste Ressource wurde dabei die Kompetenz der Mitarbeitenden herausgestellt, welche weiterentwickelt werden muss, damit sie auch in Zukunft strategisch und qualifiziert auf neue Settings reagieren können. Zwischen den Vorstellungen der Verbundpartner hat Frau Mirijam Buhr vom Partner MedAix eine bewegte Pause zur Gesundheitsförderung am (Büro-)Arbeitsplatz durchgeführt und somit einen der vielen Ansätze des Ideenpools erlebbar gemacht.

Der General und Cluster-Manager Ralf Bigge bestätigte in einem Gastvortrag diese Wichtigkeit der Weiterbildungsmaßnahmen und führte die Gruppe anschließend durch die Labs und die DFA Demonstrationsfabrik Aachen, in welchen anschaulich die Potentiale der Digitalisierung in Produktionsprozessen ausgeschöpft werden. Frau Dr. med. Sandra Dohmen ließ das GALA-Konsortium in das Telemedizinzentrum Aachen schauen und offenbarte, was durch Digitalisierung der Medizin in der Gesundheitsregion Aachen bereits geleistet wird.

Abschließend führten Frau Dr. Helga Unger und Herr Prof. Dr. Mühlbradt von der FOM Hochschule sowie Frau Katharina Schäfer vom IAW Institut interaktive Workshops zu den GALA-Handlungsfeldern „Kompetenzmanagement – Arbeitsnahes Lernen“ und „Arbeitsgestaltung“ durch. Wir freuen uns auf die weitere produktive und erkenntnisreiche Zusammenarbeit in unserem GALA-Projekt!

Impressionen aus den Workshops:

Frau Mirijam Buhr von MedAix führt mit dem Konsortium eine Übung zur Entlastung der Gesäßmuskulatur und des Rückens durch.

Herr Ralf Bigge führt das Konsortium durch die DFA Demonstrationsfabrik Aachen; im Hintergrund sind Prototypen der aktuellen Robotik-Projekte zu sehen.

Frau Dr. med. Sandra Dohmen stellt eine digitale proaktive Behandlungsmöglichkeit der Telemedizin für Intensivpatient*Innen vor.

Frau Dr. Helga Unger und Herr Prof. Dr. Mühlbradt referieren über „Arbeitsnahes Lernen“ in den Unternehmen des GALA-Verbundes.

Frau Katharina Schäfer strukturiert die Ergebnisse des Workshops „Arbeitsgestaltung“.

Bilder: © Region Aachen / Diana Mowat

Leitthemen-Workshops am FIR e. V. an der RWTH Aachen

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojektes „GALA – Region Aachen: innovativ Lernen und Arbeiten“ fanden am 22.  September und 01. Oktober 2021 am FIR e. V. an der RWTH Aachen Workshops zu den vier GALA-Leitthemen Gesundes Arbeiten, Agilität/Innovation, Mensch-Maschine-Interaktion sowie Digitale Kollaboration statt. Die vier Workshops, an denen nicht nur Beschäftigte der GALA-Verbundpartner, sondern mit dem Institut Leistung Arbeit Gesundheit (ILAG) sowie dem Notfallbildungszentrum Eifel-Rur gGmbH (NOBIZ) auch projektexterne Akteure aus der Gesundheitsregion Aachen teilnahmen, waren jeweils so aufgebaut, dass zunächst wissenschaftliche Grundlagen zu den Leitthemen sowie (gesundheits-)relevante Zahlen, Daten und Fakten präsentiert wurden. Darauf basierend entstanden dann wertvolle Diskussionsrunden, die durch die interdisziplinären Hintergründe der Teilnehmenden besonders tiefe Einblicke in das Lernen und Arbeiten in der Gesundheitsregion Aachen ermöglichten. Hierdurch konnten wertvolle Ergebnisse generiert werden, die als Grundlage für die weitere Projektarbeiten – und hier insbesondere den beiden Toolboxen Arbeitsgestaltung und Kompetenzmanagement – dienen und langfristig den Akteuren in der Gesundheitsregion Aachen und über die Region hinaus, zugutekommen sollen.

Impressionen aus den Workshops:

© Bilder: Region Aachen / Diana Mowat

1. GALA-Meilensteintreffen absolviert

Mitte Juni 2021 hat das GALA-Verbundteam ihren 1. Meilenstein erfolgreich passieren können, und dies in innovativer

Umgebung: In der 3D Lern- und Arbeitswelt von TriCAT spaces kamen alle Verbundpartner und das PTKA Karlsruhe zusammen, um über die bisherigen Arbeiten zu informieren, den Austausch zu vertiefen und neue Ideen für die weiteren Projektaktivitäten zu gewinnen.

Besondere Highlights dieses Treffens waren u. a. die Workshops in den vier GALA-Leitthemen Mensch-Maschine Interaktion, Gesundes Arbeiten, Digitale Kollaboration und Agilität/Innovation von Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis sowie der Gastvortrag von Markus Herkersdorf, dem Geschäftsführer von TriCAT spaces, über die Potenziale und die verschiedensten Anwendungsbereiche immersiver 3D-Lern- und Arbeitswelten etwa auch in der Gesundheitsbranche (bspw. die holistischen Trainingsmöglichkeiten im Bereich der Notfallversorgung).